DAZ vom 25.10.2006

Noch mal schnell ins Museum:


Sonderausstellung "Bauer - Müller - Bäcker" endet am Wochenende

Wa1dheim. Etwa 600 Waldheimer Museumsbesucher informierten sich in der Sonderausstellung "Bauer - Müller - Bäcker" über die Geschichte dieser Berufe in der Zschopaustadt. "Dies ist eine erfreuliche Besucherzahl, die an Erfolge ähnlicher, vorangegangener Ausstellungen anknüpft", so Kristina Schütze vom Kulturamt der Stadt Waldheim.

Die Austellung geht am Wochenende zu Ende. Drei Vorträge im Rahmen der Ausstellung "Bauer - Müller - Bäcker" zogen viele Besucher in das Kulturzentrum der Stadt, unter dessen Dach das Museum untergebracht ist. Für den ersten Vortrag konnte der Verein der Kultur- und Heimatfreunde den Europaparlamentarier Dr. Lutz Göpel aus Mochau gewinnen. Er sprach über die Entwicklung des Getreideanbaus. Die Waldheimer Stadträtin Bettina Böhme gab einen Überblick über die Mahl- und Mühlentechnik. Den für Alteingesessene interessantesten Vortrag hielt Bäckermeister Wilfried Hofmann aus Waldheim. Anhand seiner Recherchen wies er nach, dass die Innung der Bäcker eine der ältesten in Waldheim ist.

Die nächste Ausstellung dreht sich um die Gewinnung, Verarbeitung und um alte Gegenstände aus Zinn. Sie wird am 16. November 17 Uhr eröffnet. "Zinngegenstände hatten im Lauf der Geschichte unterschiedliche Funktionen, dienten zum täglichen Gebrauch als Geschirr, fanden in gewissem Maße als Repräsentationsobjekte Verwendung", schildert Albrecht Hähnel, weshalb die Wahl für die nächste Ausstellung gerade auf das Zinn fiel. Einen großer Teil der Objekte stellten Freunde des Heimatvereins zur Verfügung, wofür sich Vereinsvorsitzender Hänel bedankt. Acht Krüge, Pokale, Kannen und Kelche, der älteste aus dem Jahre 1605, stammen ursprünglich aus Waldheim und gingen nach dem Krieg an das Kreismuseum der Burg' Mildenstein über. Für die Zeit der Ausstellung kehren sie nach Waldheim zurück.

Steffi Robak