DA vom 18.01.2007

Die Vorhaben des Heimatvereins münden nicht nur in kulturelle Aktionen, sondern dienen auch der Verschönerung der Stadt.

Dem aufregenden Jahresausklang des Waldheimer Kultur- und Heimatvereins folgt ein aktionsreiches Jahr. "Wir haben uns 2006 zum ersten Mal am Weihnachtsmarkt der Zschopaustadt beteiligt. Das war ein großer Erfolg", sagt Albrecht Hänel, Vorsitzender des Vereins "Kultur- und Heimatfreunde für Waldheim und Umgebung". Vor allem die Heimathefte hätten großen Anklang gefunden. Gut angekommen seien auch das Weihnachtskonzert der Volkschores im Ratssaal und die Zinnausstellung im Museum. "Sie ist bis zum 18. März verlängert worden", so Hänel. Dann wird umgebaut. Ab 29. März soll eine Schau zum 150-jährigen Bestehen der Papierfabrik Kühler & Niethammer in Kriebethal die Besucher anlocken.

Alles rund ums Wasser

Im März geht es außerdem ums kühle Nass. "Am 22. des Monats ist der Internationale Tag des Wassers," erklärt der Vereinschef. "Gemeinsam mit dem Abwasserzweckverband "Untere Zschopau" wollen wir die Kläranlagen in Waldheim und Hartha zur Besichtigung öffnen." Auch im Biotop Sauergras werde es mit Unterstützung der IG Flora und Fauna des Heimatvereins Führungen geben. "An diesem Tag steht uns ein Stadtbus zur Verfügung", sagt Hänel. "Wer also alle drei Veranstaltungsorte besuchen möchte, braucht sich um die Wege keine Gedanken zu machen. Er wird gefahren." In der Harthaer Kläranlage gibt es neben der Möglichkeit zur Besichtigung auch eine Ausstellung zum Thema Wasser. 2008 soll die Schau noch erweitert und als Sonderausstellung im Waldheimer Museum gezeigt werden.

Weitere Aktivitäten 2007 sind die Organisation des Tages des offenen Denkmales durch die IG Denkmalpflege, die Teilnahme des Volkschores am Sängerwettstreit in Lichtenwalde und zum zweiten Mal ein Stand auf dem Weihnachtsmarkt. Im Mai steht eine Frühlingswanderung im Veranstaltungsplan.

Die Ein-Euro-Jobs beim Heimatverein sind Mitte des Jahres verlängert worden. Die Hauptbeschäftigung der Mitarbeiter über den Winter: "Sie haben Gartenbänke aufgemöbelt. Zwei davon spendieren wir dem Friedhof. Sie sind jetzt dort als Ruhepol aufgestellt worden", meint Albrecht Hänel. Auch an der Neugestaltung der Aufbahrungshalle auf dem Friedhof hat der" Heimatverein einen Anteil. "Die Stadt hat dort eine Waschtisch- und Toilettenanlage eingebaut. Wir konnten die Heizungstechnik Waldheim dazu gewinnen, dass sie auch noch eine Dusche spendiert. Somit herrschen nun für die Mitarbeiter des Friedhofes gute Bedingungen", sagt der Vereinschef.

Rastplatz für Wanderer geplant

Eine Sitzgruppe möchte der Heimatverein auch auf dem Standort des ehemaligen Trafohäuschens an der Kirschallee aufstellen. Das ist natürlich erst möglich, wenn die Bauarbeiten in diesem Bereich abgeschlossen sind. "Wir wollen damit einen Rastplatz für Wanderer schaffen."

Die IG Heimatgeschichte will in diesem Jahr eine neue Veranstaltungsreihe aus der Taufe heben. Geplant ist ein historisches Stammtischgespräch. Ziel sei es, an der Geschichte interessierte Bürger miteinander ins Gespräch zu bringen. In diesem Zusammenhang könnte es auch eine Postkartentauschbörse geben.

Auch das Jubiläum "150 Jahre Sport in Waldheim", das im kommenden Jahr gefeiert werden soll, wirft schon seine Schatten voraus. Im Zusammenarbeit mit dem Döbelner Anzeiger erarbeitet der Heimatverein eine Broschüre rund um den Sport in der Zschopaustadt (wir berichteten). "Dafür ist schon umfangreiches Material im Kulturzentrum eingegangen", so Hänel.

Ein langfristiges Vorhaben hat eine neue Arbeitsgruppe des Heimatvereins in Angriff genommen. "Sie setzt sich aus dem Vorstand des Heimatvereins und der IG Heimatmuseum zusammen", erklärt Vorsitzender Albrecht Hänel. "Wir wollen gemeinsam die Museumskonzeption für die kommenden Jahre überarbeiten."

Der Verein

Die Kultur - und Heimatfreunde e.V für Waldheim und Umgebung" haben 159 Mitglieder.

Der Verein wurde 1991: gegründet

Er setzt sich aus neun Interessengruppen zusammen. Sie beschäftigen sich unter anderem mit Denkmalpflege, Persönlichkeiten, Flora und Fauna und der Heimatgeschichte.

Nachwuchssorgen gibt es nicht. Es zeichne sich der Trend ab, dass sich auch jüngere Leute dem Verein zuwenden.

Die meisten Mitglieder hat in der Vergangenheit die IG Wandern aufgenommen.

Cathrin Reichelt