DAZ vom 09.01.2007

Waldheims Volkschor hält nach grandiosem Jahresabschluss Ausschau nach neuen Auftrittsmöglichkeiten und Mitstreitern

Waldheim (sro). Der Waldheimer Volkschor bereichert oft das Kulturleben der Zschopaustadt und ist regelmäßig auch außerhalb der Stadt- und Landkreisgrenzen aktiv. Das Weihnachtskonzert im Rahmen des Waldheimer Weihnachtsmarktes, der hundertste Auftritt des Ensembles seit dessen Neugründung am 1. März 1993, ist den Sängerinnen und Sängern noch in guter Erinnerung.

Nicht nur für die Zuhörer im voll besetzten Rathaussaal, auch für die Chormitglieder wurde das Konzert unter Leitung von Klaus-Dieter Marcks zum Höhepunkt des Chorschaffens, konnten doch Kapellmeister Harald Weigel und die Sängerin Gabriella Imre für die Mitwirkung gewonnen werden.

Nach diesem Abschluss des vergangenen Jahres blickt das Ensemble mit der DAZ auf die vergangenen 13 Jahre des Volkschors zurück. Mit 15 Sängerinnen und Sänger war der Chor 1993 als eine der vielen Interessengruppen des Vereins der Kultur- und Heimatfreunde aus der Taufe gehoben worden. Die Musiklehrerin Katrin Fließbach, heute Lowag, übernahm die Chorleitung nach ihrem Musikstudium in Berlin. Als Musikpädagogin an der Waldheimer Mittelschule tätig, lenkte sie acht Jahre lang die Geschicke des Volkschors und legte damit den Grundstein für seine weitere Entwicklung. Weil sie Nachwuchs erwartete, leitete sie im Juli 2000 das letzte Konzert des Waldheimer Volkschors, anlässlich des Roßweiner Schul- und Heimatfestes.

Während der intensiven Suche nach einer neuen Chorleitung trafen sich die Chormitglieder weiterhin regelmäßig zum Singen. Der Chorfreundin Therese Bäßler ist es zu verdanken, dass Harald Weigel, vormals Chefdirigent des Döbelner Theaterchors, zunächst probeweise als neuer Chorleiter gewonnen werden konnte. Die erste Übungsstunde war für den 11. März 2002 anberaumt. Weil Harald Weigel im Oktober 2004 aus beruflichen Gründen seinen Wohnsitz nach Dresden verlegte, hatte der Volkschor erneut einen seiner vielen letzten Auftritte, anlässlich des Tags der Deutschen Einheit auf dem Festplatz unter dem Kreuzfelsen. Schon im November hatte sich mit Klaus-Dieter Marcks ein Nachfolger gefunden, so dass keine vier Wochen später das nächste Adventskonzert gesungen werden konnte. Seitdem erweiterte sich nicht nur der Liedschatz des Chores, sondern auch der Chor selbst, und zwar auf mittlerweile 35 Mitglieder. Diese erwartet neben Chorproben, Zusammenkünften geselliger Art oder Geburtstagsständchen in den eigenen vier Wänden ein auftrittsreiches Jahr, in welchem das Sängertreffen im Barockgarten in Lichtenwalde zu den absoluten Höhepunkten gehört.