DAZ vom 09.11.2007

Waldheim präsentiert sich im Kulturzentrum in alten Ansichten, zumeist aus der Zeit vor 1930





Waldheim. "Waldheim in alten Ansichten" damit lockt seit gestern die neue Sonderausstellung im Heimatmuseum Waldheim ihre Besucher an. Die Mitglieder der IG Heimatmuseum entwickelten das Konzept für diese Ausstellung, die bis Ende Januar im Kulturzentrum Waldheim zu sehen sein wird.

Ein großer Teil der Exponate stammt von Mitgliedern des Heimatvereins selbst, die sich schon seit Jahrzehnten dem passionierten Aufspüren und sammeln alter Ansichtskarten und anderen Bildmaterials widmen. Von wem welches Exponat stammt, ist aus der Beschriftung ebenso zu entnehmen, wie Informationen zum Motiv selbst, wo es möglich ist, auch mit historischen Hintergrundinformationen.

Auch findet sich Material in der Ausstellung, das im früheren Waldheimer Heimatmuseum gezeigt, zu Beginn der 50er Jahre in das neu entstehende Kreismuseum auf der Burg Mildenstein ausgelagert wurde. Das alte Waldheimer Heimatmuseum wurde damals aufgelöst. Noch heute werden die Stücke in den Archiven der Burg Mildenstein fachgerecht gelagert.

Die historischen Ansichten wurden jetzt für die geplante Veröffentlichung digitalisiert und vergrößert. Vieles davon war jahrzehntelang den Blicken der Öffentlichkeit verborgen, wie auch die Exponate aus den Privatsammlungen derer, die das eine oder andere Stück für das Kulturzentrum zur Verfügung stellten. Die Heimatfreunde, die die Ausstellungen konzipierten und aufbauten, hatten die Qual der Wahl: Aus 750 Exponaten galt es, die passenden auszuwählen. Kristina Schütze vom Kulturzentrum Waldheim hat das gesamte Material zusammengetragen. Die Heimatfreunde Hans-Peter Zacharias und Harry Schirmag bestückten die Rahmen in der Endauswahl, thematisch geordnet mit den alten Aufnahmen.

Die Mitarbeiter Schützes im Kulturzentrum, Heidelinde Bittner, Manfred Weiß und Herbert Thate, sorgten mit passenden Texten und der Gestaltung im Ausstellungsraum für den letzten Schliff. "In etwa 150 Bildern wird das Gesicht unserer Heimatstadt vor 1930 gezeigt, denn alle Exponate, bis auf wenige Ausnahmen, stammen aus dieser frühen Zeit", so Kristina Schütze. Darunter befinden sich Originalzeichnungen des damaligen Stadtbaudirektors aus den Jahren 1870 bis 1890, die Einblicke in seine Arbeit gewähren.

Passend dazu werden spätere Ansichten dieser Gebäude gegenübergestellt. Die Bilder sind nur ein Bruchteil der Sammlung, die freundlicherweise von der Burg Mildenstein zur Verfügung gestellt wurde.

Einige Ansichten stammen auch aus privaten Sammlungen. So zum Beispiel sehr schöne Lithografien, die Waldheim um 1850 zeigen oder der Blick vom Wachberg über die Stadt im Jahre 1914. Ein Bilderrahmen ist reserviert für Grußkarten von Waldheim aus der damaligen Zeit und Ansichten von Gaststätten. Die Waldheimer Heimatfreunde erhoffen sich reges Interesse an der Ausstellung, die in diesem Jahr auch als Weihnachtsausstellung gedacht ist. Die vorangegangene Sonderausstellung zum Thema "150 Jahre Papierfabrik Kriebstein" sahen 486 Besucher.

blu/sro