DA vom 16.12.2009

Von Cathrin Reichelt

Das Kontingent des Landes Sachsen sei begrenzt. Deshalb könnten die Anträge auf Kommunalkombi, die erst zum Jahresende beginnen sollten, nicht mehr berücksichtigt werden. Diese Information zu zwei Stellen, die der Waldheimer Heimatverein beantragt hat, flatterte der Stadt vor wenigen Tagen ins Haus. Eine Option gab es allerdings noch: Der Verein hätte den Antrag auf Kommunalkombi aufrecht erhalten können, wenn er innerhalb von 24 Stunden nach Eingang des Schreibens einen Träger für die Finanzierung des Landesanteiles gefunden hätte. In der Kürze der Zeit war das allerdings nicht möglich. Die Kosten für eine Stelle betragen immerhin rund 10000 Euro.

Die Mitarbeiter über Kommunalkombi sollten den Heimatverein bei Arbeiten im Museum unterstützen und Sonderöffnungszeiten von Sonderausstellungen absichern. "Außerdem sollten sie den Fundus des Museums weiter aufarbeiten und Recherchen zur Vorbereitung von Ausstellungen betreiben", erklärt Albrecht Hänel, Vorsitzender des Heimatvereins.

Zusage fehlt noch

Außerdem hat der Heimatverein ein Projekt über EV 16 (früher ABM) beantragt. Dazu steht eine Entscheidung noch aus. Bei einer Zusage soll der Mitarbeiter speziell für die Pflege der Kriegsgräber des Ersten und Zweiten Weltkrieges eingesetzt werden. Auf dem Waldheimer Friedhof müssen noch sechs Holzkreuze aufgearbeitet werden und auf dem Reinsdorfer Friedhof alle. "Im Biotop im Sauergras soll der Lehrpfad ausgebaut werden. Außerdem wollen wir dort mehr Öffnungszeiten anbieten", erläutert Hänel das Aufgabengebiet.

Veranstaltungen abgesichert

In der Stadtverwaltung, speziell im Kulturzentrum, ist die Situation auch nicht einfacher. Dessen Leiter Falk Hartig hat zurzeit die meisten Aufgaben in Bezug auf die Kultur und den Tourismus in der Zschopaustadt in Personalunion übernommen.

Bis zum Ende vergangenen Monats stand ihm noch Sabine Meyer zur Seite. Engagiert und routiniert nahm sie Falk Hartig viele Arbeiten ab. Ihre EV16-Stelle ist nach einem Jahr ausgelaufen. Zwar hatte das Amt für Arbeit- und Beschäftigungsförderung eine dreijährige Beschäftigung für den Aufgabenbereich im Kulturamt zugesagt, aber Sabine Meyer vorerst nur ein Jahr bewilligt. Damit war am 30. November Schluss.

Nun hat die Stadt einen Fortsetzungsantrag gestellt. Wird der genehmigt, könnte Falk Hartig im Kulturzentrum schon bald wieder Unterstützung bekommen. "Wir bemühen uns intensiv um Ersatz", sagt Elke Vorberger, Dezernentin des Hauptamtes. Sie versichert, dass trotz der derzeit ungünstigen Situation keine städtische Veranstaltung gestrichen werden soll. Bereits jetzt seien zum Beispiel die ersten Vereinbarungen für das Stadtfest 2010 abgeschlossen worden. Auch der Museumstag, die Filmmusic Classics, der Tag des offenen Denkmals und der historische Weihnachtsmarkt seien fester Bestandteil des Veranstaltungsplanes für das kommende Jahr. In dem ist sogar noch ein zusätzlicher Höhepunkt vorgesehen: eine Feier zu 20 Jahren Städtepartnerschaft mit Landsberg am Lech.

Eine Einschränkung räumt Elke Vorberger allerdings ein: "An der ständigen und durchgängigen Erreichbarkeit von Falk Hartig wird es Abstriche geben, damit er die Sacharbeit im Kulturzentrum erledigen kann."