DA vom 17.05.2010

Foto: Bärbel Schumann

Foto: Bärbel Schumann

Signierstunde von Karl-Heinz Teichert im Waldheimer Museum: Das neue Heft der Waldheimer Heimatblätter gibt es ab Ende dieser Woche im Kulturzentrum und dem Bürgerbüro.

Das neueste Heft der Waldheimer Heimatblätter ist erschienen. Karl-Heinz Teichert hat es unter dem Titel "Unser altes Handwerk" geschrieben. In ihm werden alle Berufe beschrieben, die es nachweislich in der Zschopaustadt einst gab.

Wie kommt man auf die Idee, eine Broschüre darüber zu schreiben? Der Hobby-Autor muss nicht lange überlegen: "Manchen alten Beruf und die Geschichten um ihn kennen meist nur noch wenige alteingesessene Waldheimer. Irgendwann gibt es auch sie nicht mehr. Deshalb stand auf meiner Ideenliste ganz oben, ein Heft der Heimatblätter darüber zu schreiben."

Geschichten zur Geschichte

Teichert"s Recherchen, unter anderem in den Verzeichnissen der Handel- und Gewerbetreibenden sowie der freien Berufe aus den Jahren 1926 und 1936, haben dabei soviel aufgedeckt, dass daraus sogar ein weiteres Heft entstehen wird. "Im ersten Teil sind 15 Berufe zusammengefasst. Darunter Berufe wie der des Seidensieders, der Färber, Besenbinder oder Zigarrenmacher, die heute kaum noch einer kennt", sagt Teichert. Über 16 weitere Berufe will er in einem weiteren Heft schreiben. Er hofft, dass dies zur Weihnachtszeit gedruckt vorliegen wird.

Allein 22 Zigarrenfabriken waren im Jahr 1902 in Waldheim zum Beispiel ansässig, entsprechend häufig war der Beruf des Zigarrenmachers damals vertreten. Bei seinen Recherchen hat Karl-Heinz Teichert belegt, dass bis 1952 zum Beispiel in der Niederstadt noch Anlagen nach herkömmlicher Art betrieben wurden. Neben dem Stöbern in Büchern und dem Besuch von Museen hat Karl-Heinz Teichert auch manche amüsante Geschichte von Handwerkern und deren Familien erfahren. Sie geben dem Heft eine besondere Note.

von Bärbel Schumann