DA 17.01.2013

Foto: André Braun

Foto: André Braun

In der Winterphase der jahreszeitlichen Ausstellung zeigt Falk Hartig ein Ölgemälde von Kolbes Tochter Loenore.

Im vergangenen Jahr konnte das Museum seine Besucherzahlen steigern. Auch für 2013 hat sich Leiter Falk Hartig viel vorgenommen.

Zufriedenstallend, aber dennoch sehr bewegt. So fasst Falk Hartig, Leiter des Kulturzentrums, das Jahr 2012 aus seiner Einrichtung zusammen. "Vor allem die Georg-Kolbe-Fest-Woche im April hat uns ein ordentliches Besucherplus beschert", sagt Hartig. So konnte das Museum im vergangenen Jahr 1222 Gäste begrüßen, im Vergleich zu 1063 im Vorjahr. Davon fielen allerdings 429 Besucher auf die Sonderausstellung zu Kolbes 135. Geburtstag im während der Festwoche. Ohne diese Veranstaltung wäre das Ergebnis weniger positiv ausgefallen.

Besonders zufrieden ist Hartig mit dem Konzept "Kolbe in vier Jahreszeiten". Es zeigt das Leben und Schaffen des Künstler je nach Saison in verschiedenen Phasen. Die derzeitige Winter-Ausstellung widmet sich insbesondere Kolbes Familie. So präsentiert das Kulturzentrum noch bis zum 17. März Büsten von Familienangehörigen des Künstlers. Auch ein Ölgemälde von seiner Tochter "Leonore" als junges Mädchen ist zu sehen.

Ab März kehrt dann auch im Kulturzentrum der Kolbe-Frühling ein. Seine Liebe zu seiner Frau Benjamine wird dann im Mittelpunkt der nächsten Ausstellungsphase stehen. Ergänzt wird der Frühling durch einen Bronzeguss-Workshop am 28. April. Im Sommer geht es ab dem 23. Juni um Kolbes Schwiegersohn Kurt von Keudell. Als Aktionen sind eine Stadtführung am 21. Juli und ein Kolbe-Picknick auf dem Oberwerder am 18. August geplant.

Die eindruckvollsten Werke der Waldheimer Kolbesammlung werden noch einmal von Oktober bis Ende Dezember in einer Zusammenfassung gezeigt. Eine Exkursion zum Kolbe-Museum in Berlin wird am 13. Oktober angeboten.

Neben Kolbes Skulpturen werden in den Ausstellungen auch verschiedene Zeichnungen und Bilder des Künstlers gezeigt. "Das sind ganz besonderes Werke, weil Kolbe als Bildhauer gesehen werden wollte und nicht als Maler", so Hartig.

Für das Kulturzentrums sei es eine beständige Herausforderung, für Kolbe als eines seiner Alleinstellungsmerkmale zu werben. "Den Schatz, den wir hier haben, müssen wir überregional, aber auch in Waldheim, noch sehr viel bekannter machen", sagt Hartig. Dafür wolle er in der nächsten Zeit auch mit seinen Mitarbeitern untersuchen, wie das Marketing des Kulturzentrums optimiert werden kann. Mit der Qualität der Sammlung begründet Hartig auch die Erhöhung des Eintritts von 1 auf 3 Euro zu Beginn des Jahres. "Wir wollen das, was wir haben, auch angemessen präsentieren", sagte er. Zudem seien die Preise seit der Einführung des Euros 2002 nicht mehr angepasst worden.

Die nächste Sonderschau widmet sich ab dem 1. März unter dem Titel "Lehrer Lämpel" der Schule in der Kaiserzeit von 1871 bis 1918.