DAZ 20.03.2015

Spielend durch das Museum

Foto: Sven Bartsch

Foto: Sven Bartsch


Von Steffi Robak

Waldheim. Spielen ist international. Und wie Spiele aus aller Welt und aus verschiedenen Zeitepochen aussehen, kann seit gestern in der neuen Sonderausstellung im Museum im Waldheimer Kulturzentrum in der Gartenstraße betrachtet werden.
"Wer möchte, kann gleich zum Museumbesuch die ganze Familien mitbringen", empfiehlt Barbara Hengst vom Kulturzentrum. Sie hat dabei auch im Blick, dass eine große Spielkiste mit verschiedenen Brettspielen nur darauf wartet, ausgepackt und probiert zu werden.
"So ist das jedenfalls von uns geplant und ich kann den Gästen wirklich nur empfehlen, das eine oder andere einmal hier auszuprobieren." In der Ausstellung sind Spiele aus England, Frankreich oder auch Persien zu sehen. Die Exponate selbst könnten natürlich nicht zum Ausprobieren herausgegeben werden, so Barbara Hengst. Manche davon sind sehr kunstvoll gefertigt und bestehen aus kostbarem Material.
Die Sonderausstellung "Die Welt der Spiele - Mensch ärgere dich nicht - komm spiel mit!" zeigt eine breite Palette von hauptsächlich Brettspielen und legt Zeugnis davon ab, dass manche davon verwandt sind beziehungsweise gleiche Wurzeln haben. Bis 14. Juni gibt die Ausstellung Einblicke in die Welt der Spiele". Entstanden ist sie in Kooperation mit dem Spielemuseum in Chemnitz, woher sämtliche Exponate stammen.
Gezeigt werden Spiele aus über 200 Jahren Spielgeschichte, darunter ein persisches Schachspiel aus Elfenbein von 1800, ein handgearbeitetes Pachisi aus Indien von 1920 sowie eine Reihe historischer und aktueller Spiele aus Deutschland, England und Frankreich.
"Die Geschichte der Spiele lässt sich etwa 6000 Jahre in der Geschichte zurückverfolgen", so Kulturzentrumsleiterin Katja Treppschuh. In frühen Hochkulturen am Indus, bei den Sumerern, in China, im alten Ägypten und in der Antike hatten Spiele kulturelle, oft religiöse Funktionen und wurden zu Wahrsagezwecken eingesetzt.
Spiele seien zu keiner Zeit Zufallsprodukte gewesen, vielmehr Ausdruck der jeweiligen Zeit und damit Bestandteil der jeweiligen Kultur. "Sie widerspiegeln, gelegentlich unter Einbindung historischer Elemente, die jeweilige Gesellschaft mit ihren Sitten, Trends, Eigenarten und Regeln im Umgang miteinander. So ist das Spiel zu allererst eine Form der Auseinandersetzung mit der Welt."
Nach der gestrigen Eröffnung kann die Ausstellung zu den Öffnungszeiten des Museums besucht werden, heute von 9 bis 12 Uhr, und am Sonntag 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr. Auch am Ostersonntag öffnet die Sonderausstellung.